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Rufus wird Dozent

Der Fux geht wieder zur (Hoch-)schule

Unser Creative Director Rufus Fux hatte anscheinend doch nicht genug vom akademischen Leben und unterrichtet ab sofort an der Hochschule Anhalt. Als Dozent sitzt er aber diesmal am l├Ąngeren Hebel; auch wenn er uns versichert hat, nett zu den Studierenden zu sein ­čśë In einem kleinen Interview hat er uns von seiner neuen Aufgabe als Dozent berichtet.

ILV: Da nimmst du mir schon fast meine zweite Frage vorweg. Aber ich stelle sie dir nat├╝rlich trotzdem. Was macht f├╝r dich denn den Reiz an dieser neuen Aufgabe aus?

Rufus: Ich freue mich, ehrlich gesagt, sehr auf den frischen, unverbrauchten Blick, den Studierende auf Gestaltung haben. Wir sind bei Weitem nicht eine Generation voneinander entfernt, aber dennoch sind sie ja noch nicht durch einen Berufsalltag vorgepr├Ągt und bringen dadurch auch eine andere, ungefilterte Perspektive auf Design mit. Damit einher geht nat├╝rlich auch, dass ich Input von au├čerhalb der Agenturwelt, in der ich arbeite, bekomme. Ich denke also, dass auch ich f├╝r meine Arbeit etwas aus dieser Dozentenstelle ziehen werde.

ILV: Deine Arbeit an der Hochschule soll die Studierenden also auf die Arbeitswelt und auf den Bewerbungsprozess vorbereiten. 

Rufus: Genau. Die Idee ist es, den Studierenden eine Unterst├╝tzung zu bieten sp├Ąter auf dem Arbeitsmarkt mit ihren Kenntnissen bestehen zu k├Ânnen. Daf├╝r ist es fast unerl├Ąsslich, dass man in den Austausch mit professionellen Gestalter:innen tritt. Ich m├Âchte, dass die Studierenden von meinen Erfahrungen, die ich bereits sammeln konnte, profitieren. Denn, wie ich vorher bereits kurz erw├Ąhnt hatte, war auch f├╝r mich ein solcher Austausch ungemein wichtig. Einfach mal eine Perspektive, die von au├čerhalb meiner eigenen Studierenden-Bubble kam, hat mir an vielen Stellen geholfen in meinem kreativen Prozess neue Wege aufzutun. Nat├╝rlich kann man die jungen Kreativen nicht auf alles, was sie in der gro├čen weiten Arbeitswelt erwarten wird, vorbereiten. Aber ich m├Âchte gerne, so gut es geht, die Studierenden darauf einstellen, was sie nach ihrem Abschluss erwartet.

ILV: Das ist ja grunds├Ątzlich auch etwas, was jedem helfen w├╝rde. Der Einstieg in egal welchen Beruf w├Ąre sicherlich f├╝r viele einfacher, wenn sie schon vorher erste Einblicke in den Alltag bekommen h├Ątten. Welche Synergien erwartest du dir denn von deiner Stelle an der Hochschule f├╝r deine Arbeit bei I LIKE VISUALS?

Rufus: Ich glaube es gibt da zwei Dinge, die ungemein wichtig sind. Zum einen ist es einfach der Feedback-Prozess. Dieser ist selbstverst├Ąndlich auch im Berufsalltag als Gestalter fester Bestandteil der Arbeit. Und ich w├╝rde auch sagen, ein sehr wichtiger Bestandteil. Letztendlich sollte angemessenes Feedbacken auch ein Leben lang weiter gelebt und gelernt werden. Ich bin der festen ├ťberzeugung, dass eine gesunde Feedback-Kultur sowohl im internen Team, als auch zusammen mit Kund:innen, unfassbar bereichernd sein kann.

Das zweite was ich erwarte ist, und das betrifft dann eher die Synergien f├╝r meine Arbeit in der Agentur, dass ich mich immer wieder neu einlassen muss auf die unterschiedlichen Arbeiten, die mir pr├Ąsentiert werden. Mit einem ganz frischen Blick Dinge zu betrachten, kann auch im Arbeitsalltag schnell untergehen. Man muss immer wieder einen Schritt zur├╝cktreten und sich die Zeit nehmen einen kreativen Prozess in Ruhe voranschreiten zu lassen. Das ist im Berufsalltag sicherlich nicht immer so einfach m├Âglich. Dennoch m├Âchte ich mir auch selber diese Sensibilit├Ąt f├╝r Gestaltung weiter bewahren.

ILV: Nun zur alles entscheidenden Frage, zumindest f├╝r deine Studierenden: Worauf m├╝ssen sich die Studierenden in deinem Seminar gefasst machen?

Rufus: Ich m├Âchte so ehrlich wie m├Âglich sein und den Studierenden eine realistische Vorstellung davon geben, wie es in der Arbeitswelt aussehen kann. Gleichzeitig m├Âchte ich, dass sie das Beste aus sich selbst herausholen ohne sich zu verstellen oder ein anderes Bild von sich zu vermitteln, mit dem sie sich nicht identifizieren k├Ânnen. Das Aufbereiten der eigenen Arbeiten ist genauso wichtig, wie die Arbeiten selbst. Ein Blick von Au├čen kann eine neue Perspektive ├Âffnen und helfen, wirklich das zu vermitteln, was man weitertransportieren m├Âchte. Mir ist auch wichtig, dass sie lernen, dass kreative Arbeit, echte Arbeit ist und diese auch einen Wert hat. Gerade in der Ausbildung wird einem oft – direkt oder indirekt – vermittelt, dass man sowas doch mal eben machen kann, weil Kreativit├Ąt einem jederzeit zuf├Ąllt.

ILV: Das ist doch wirklich eine sehr gute Herangehensweise. Das ganze I LIKE VISUALS Team w├╝nscht dir auf jeden Fall alles Gute, vor allem aber ganz viel Spa├č bei deiner Arbeit an der Hochschule Anhalt.

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